MPU-Statistik: Jeder Dritte fällt durch!

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Die MPU-Statistik wurde am 17. Dezember 2025 von der Bundesanstalt für Straßenwesen veröffentlicht und liefert die aktuellen Zahlen zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung in Deutschland. Der Bericht bezieht sich auf das MPU-Jahr 2024 und zeigt deutlich, wie viele Begutachtungen durchgeführt wurden, aus welchen Gründen eine MPU angeordnet wurde und wie hoch die Bestehens und Durchfallquoten tatsächlich sind. Besonders auffällig ist dabei, dass weiterhin ein erheblicher Teil der Betroffenen kein positives Gutachten erhält. Die MPU-Statistik macht damit klar, wie anspruchsvoll die Untersuchung bleibt und warum eine gute Vorbereitung entscheidend sein kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Jahren rückläufige MPU-Zahlen:
    Die MPU-Statistik der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigt, dass die Anzahl der medizinisch-psychologischen Untersuchungen in Deutschland seit mehreren Jahren sinkt. Auch 2024 wurden erneut weniger MPUs durchgeführt als im Vorjahr.
  • Anlässe bleiben weitgehend unverändert:
    Trotz sinkender Gesamtzahlen bleibt die Struktur der MPU-Anlässe stabil. Alkoholauffälligkeiten stellen weiterhin den größten Anteil dar, gefolgt von Drogen- oder Medikamentenauffälligkeiten sowie Punkten im Straßenverkehr.
  • Bestehensquote zeigt keinen Trendwechsel:
    Die Verteilung von positiven und negativen Gutachten weist im Vergleich zu den Vorjahren keine wesentlichen Veränderungen auf. Die Durchfallquote bleibt auf ähnlichem Niveau.

MPU-Statistik im Überblick: Die wichtigsten Zahlen aus 2024

Die im Dezember 2024 veröffentlichte MPU-Statistik der Bundesanstalt für Straßenwesen wertet alle im Jahr 2024 durchgeführten Medizinisch-Psychologischen Untersuchungen in Deutschland aus. Die Zahlen geben einen realistischen Einblick, wie hoch die Hürden für Betroffene tatsächlich sind.

Gesamtzahl der MPU-Begutachtungen 2024

Im Jahr 2024 wurden bundesweit rund 75.000 MPU-Begutachtungen durchgeführt. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Die Anzahl der MPUs ist erneut gesunken, während die Anforderungen unverändert hoch bleiben.

Bestehensquote und Durchfallquote laut MPU-Statistik

Besonders relevant für Betroffene ist die Erfolgsquote. Die MPU-Statistik zeigt für das Jahr 2024:

KennzahlWert
MPU-Begutachtungen gesamtca. 75.260
Positives Gutachtenca. 57 Prozent
Negatives Gutachtenca. 39 Prozent
Sonstige Ergebnisseca. 4 Prozent

Damit wird klar: Fast jeder Dritte fällt durch die MPU, obwohl viele Betroffene davon ausgehen, gut vorbereitet zu sein. Die Statistik zeigt, dass die MPU keine reine Formalität ist, sondern eine anspruchsvolle Eignungsprüfung.

Eine detaillierte Einordnung der Durchfallquote bei der MPU und ihrer Entwicklung finden Sie in unserem gesonderten Ratgeber.

Häufigste Gründe für eine MPU im Jahr 2024

Auch bei den Anlässen für eine MPU bleibt das Bild stabil. Die MPU-Statistik nennt folgende Hauptursachen:

  • Alkoholauffälligkeiten etwa 43 Prozent
  • Drogen oder Medikamente etwa 25 Prozent
  • Punkte und Verkehrsauffälligkeiten etwa 20 Prozent
  • Sonstige Gründe etwa 12 Prozent

Quelle: BASt

Gerade Alkohol- und Drogenfälle weisen laut Statistik besonders hohe Durchfallquoten auf. Das erklärt, warum viele Betroffene trotz Abstinenznachweisen oder guter Vorsätze kein positives Gutachten erhalten.

Entwicklung der MPU-Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren

Die MPU-Statistik der Bundesanstalt für Straßenwesen ordnet die Ergebnisse des Jahres 2024 in einen mehrjährigen Zeitverlauf ein. Dabei zeigt sich, dass die Anzahl der medizinisch-psychologischen Begutachtungen in Deutschland seit mehreren Jahren rückläufig ist.

Bereits in den Jahren vor 2024 ging die Gesamtzahl der durchgeführten MPUs kontinuierlich zurück. Dieser Trend setzte sich auch im Berichtsjahr 2024 fort. Die Statistik weist damit das dritte Jahr in Folge einen Rückgang der Begutachtungszahlen aus. Gründe für diesen Rückgang werden im Bericht nicht bewertet oder erläutert, sondern ausschließlich statistisch dokumentiert.

Trotz der sinkenden Gesamtzahl an MPU-Begutachtungen bleibt die Verteilung der Anlässe im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend stabil. Alkoholauffälligkeiten stellen weiterhin den größten Anteil, gefolgt von Drogen- oder Medikamentenauffälligkeiten sowie Verkehrsauffälligkeiten im Zusammenhang mit Punkten. Auch die Relation zwischen positiven und negativen Gutachtenergebnissen zeigt im Zeitverlauf keine grundlegende Verschiebung.

Die Entwicklung der MPU-Zahlen verdeutlicht damit, dass eine geringere Anzahl an Begutachtungen nicht automatisch mit einer veränderten Bestehens- oder Durchfallquote einhergeht. Die MPU-Statistik dokumentiert vielmehr eine konstante Struktur der Begutachtungen bei insgesamt rückläufigem Gesamtvolumen.

FAQ

Was ist die MPU-Statistik?

Die MPU-Statistik ist eine offizielle statistische Auswertung der Bundesanstalt für Straßenwesen. Sie fasst alle im Jahr 2024 abgeschlossenen medizinisch-psychologischen Begutachtungen in Deutschland zusammen und stellt deren Anzahl, Anlässe und Ergebnisse dar.

Wie viele MPU-Begutachtungen wurden 2024 durchgeführt?

Laut MPU-Statistik wurden im Jahr 2024 bundesweit rund 75.000 medizinisch-psychologische Untersuchungen durchgeführt. Damit setzt sich der rückläufige Trend der Vorjahre fort.

Wie hoch ist die Durchfallquote laut MPU-Statistik?

Die Statistik weist für 2024 einen Anteil von rund 39 Prozent negativer Gutachten aus. Damit erhält ein erheblicher Teil der Teilnehmenden kein positives MPU-Ergebnis.

Welche Gründe führen am häufigsten zu einer MPU?

Die häufigsten Anlässe für eine MPU im Jahr 2024 sind Alkoholauffälligkeiten, gefolgt von Drogen- oder Medikamentenauffälligkeiten sowie Verkehrsauffälligkeiten im Zusammenhang mit Punkten. Diese Reihenfolge entspricht weitgehend den Vorjahren.

Werden regionale Unterschiede in der MPU-Statistik ausgewiesen?

Nein. Die MPU-Statistik stellt eine bundesweite Gesamtauswertung dar. Regionale oder standortbezogene Unterschiede werden im Bericht nicht gesondert ausgewiesen.

Enthält die MPU-Statistik Bewertungen oder Empfehlungen?

Nein. Die MPU-Statistik ist eine rein deskriptive Erhebung. Sie dokumentiert Zahlen und Ergebnisse, ohne individuelle Bewertungen, Ursachenanalysen oder Empfehlungen abzuleiten.

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